Die Künstler Torsten Lünse und Susann Oesen arbeiten mit Malerei, Grafik und Drahtkunst. Mit Ausstellungen, Symposien und Workshops schaffen sie kreative Begegnungsräume. Wir haben sie in ihrem Atelier besucht.
Was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt euch besonders am Herzen?
Unser Schwerpunkt liegt auf der Malerei. Wobei ich, Torsten, mich zusätzlich der Grafik verschrieben habe und Susann der Drahtkunst. Wichtig ist uns die Arbeit mit Menschen – Kunst nicht nur allein zu schaffen, sondern sie gemeinsam zu erleben und weiterzugeben.
Wie tragt ihr zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzählt uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.
Wir organisieren kleine Ausstellungen und Kunstsymposien und bieten in unserer Werkstatt Kurse für Kinder und Erwachsene an. So möchten wir Kunst sowohl erfahrbar als auch praktisch zugänglich machen und Menschen zum eigenen Gestalten anregen.
Falls ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei seid: Warum und mit welcher Kunst- und Kulturaktion seid ihr dabei?
Susann und ich haben zwar getrennte Anträge für das Themenjahr „WasserKunst“ eingereicht, arbeiten aber eng zusammen. Wir planen ein Kunstsymposium rund um das Element Wasser. Zudem möchten wir Projekttage mit Schülerinnen und Schülern gestalten, bei denen das Thema in verschiedenen künstlerischen Techniken bearbeitet wird.
Außerdem organisieren wir das Kunstprojekt „Wasser-Farben-Töne“, das in Flussnähe zur Saale oder Orla stattfinden soll. Es verbindet die achtsame Auseinandersetzung mit Wasser als natürliche Ressource mit kreativem Entdeckergeist und verschiedenen künstlerischen Techniken, um ein gemeinschaftliches Kunstwerk zu gestalten, das schließlich öffentlich ausgestellt wird.
Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?
Für uns ist eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden, Vereinen und Schulen sehr wertvoll. Wir brauchen Förderer und Öffentlichkeitsarbeit, um die Qualität von Kunst zu leben, zu präsentieren und weiterzugeben.
Die Kunst ist nicht für sich selbst da. Sie sollte für alle da sein. Gerade im ländlichen Raum ist das ein Teil des Sichtbarwerden, der Förderung und Kommunikation.


