Die Hobbykünstler Sarah Glück und Florian Pasold aus Bad Lobenstein verstehen Kunst als Ausdruck von Freiheit, Emotion und persönlicher Geschichte: Mit Aquarell- und Pouring-Techniken bringen sie Gefühle, Musik und regionale Eindrücke in Farbe zum Ausdruck und möchten damit andere inspirieren und zum eigenen kreativen Schaffen ermutigen. Wir haben sie im Parkhotel Ebersdorf getroffen.
Sarah, was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt dir besonders am Herzen?
Für mich sind meine Werke eine Mischung aus verschiedenen Facetten. Ich möchte meine Kreativität, meine Gefühle und Gedanken in Farbe sichtbar machen. Das Malen regionaler Motive liegt mir sehr am Herzen. Zudem bin ich handwerklich vielseitig interessiert, habe Freude mit Pinsel, Papier und Wasser zu experimentieren. Auch die Ruhe, die das Malen an sich ausstrahlt, hilft mir dem oft stressigen Alltag als Mama zu entfliehen.
Ich möchte andere Menschen inspirieren und kleine Geschichten erzählen mit dem Ziel, Emotionen und Inspirationen weiterzugeben.
Und du, Florian? Was bedeutet dir Kunst und Kultur?
Kunst bedeutet für mich Freiheit. Und diese Freiheit möchte ich teilen. Ich liebe es, Emotionen, Musik und Erlebnisse in abstrakte Formen und Farben zu verwandeln. Durch meine Ausstellungen und Workshops inspiriere ich andere, ihre eigene Kreativität zu entdecken und Mut zum Ausdruck zu finden. Kunst ist für mich ein Dialog zwischen Intuition, Material und Betrachter.
Wie tragt ihr zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzählt uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.
Wir haben bisher gemeinsam verschiedene lokale Veranstaltungen mit einem Stand bereichert. Vor allem die „Kunst zum Mitnehmen“ hat viele Interessierte angelockt. Sie konnten ihre eigene Pouring-Leinwand gießen und mit nach Hause nehmen.
Florian wirkt regelmäßig bei der Veranstaltung „Pinsel und Prosecco“ im KUBRA Bad Lobenstein mit und leitet Kurse für Reha-Patienten in der Medianklinik Bad Lobenstein. Sarah bietet seit Februar 2026 monatlich einen Aquarellkurs im Thüringer Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiZ) im Kinderhaus Gottesschutz in Ebersdorf an.
Eine gemeinsame Ausstellung in einem Schaufenster hat unserer Heimatstadt ein wenig bunter wirken lassen. Im kommenden Jahr ist eine weitere Ausstellung im Regionalmuseum geplant.
Mit welcher Kunst- und Kulturaktion seid ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei?
Auf dem Frühlingsmarkt der Stadt Saalburg-Ebersdorf im Mai 2026 laden wir zu einer besonderen Mitmachaktion für Jung und Alt ein: 50 freiwillige Besucher/-innen dürfen eine Leinwand mit der faszinierenden Pouring-Technik gestalten. Jede einzelne Leinwand wird später wie ein Mosaik zusammengesetzt – bunt, lebendig und einzigartig. Als Höhepunkt entsteht darauf eine Skyline mit bekannten Gebäuden des Saale-Orla-Kreises, die das bunte Mosaik verbindet und zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk macht. So wird aus vielen einzelnen kreativen Beiträgen ein gemeinsames, regionales Bild, das zeigt: Kunst verbindet.
Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?
Wir stellen uns eine vernetzte Kultur in der Saale-Orla-Region als ein vielfältiges Miteinander vor, in dem sich Künstler verschiedenster Sparten miteinander austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln können. Für diesen Informationsaustausch müssten analoge oder digitale Räume geschaffen werden. Um ein breites Spektrum an Publikum zu erreichen und Kunst mit Kultur sichtbar zu machen, wäre eine Vernetzung in Schulen, auf öffentlichen Plätzen und kleinen Gemeinden eine riesige Bereicherung. So können verschiedene Generationen, Stadt und Land, Profis und Hobbyschaffende miteinander verbunden werden.



