Kunsthaus Müller

Was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt euch besonders am Herzen?

Uns liegt besonders die Verbindung von Kunst und Handwerk am Herzen, die in unserem Haus in vielfältiger Weise erlebbar gemacht wird. Wir verstehen Kunst nicht nur als etwas Ästhetisches, sondern auch als Handwerk, das durch Kreativität und Tradition gleichermaßen geprägt ist. Diese Einheit von künstlerischem Ausdruck und handwerklicher Arbeit möchten wir bewahren und weitergeben.

Wie tragt ihr zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzählt uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.

Wir tragen zum kulturellen Leben vor Ort bei, indem wir regelmäßig Vorführungen des Steindrucks im Museum für Steindruck anbieten und so eine jahrhundertealte Technik lebendig halten. Darüber hinaus organisieren wir jährlich vier Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die von Museumsgesprächen begleitet werden und Besucher zum Austausch anregen. Eine Reihe kleiner Konzerte sowie das Literaturcafé schaffen weitere Räume für Begegnung und Inspiration. Zudem ermöglichen wir Seminargruppen, Schulklassen, Familien und anderen Interessierten, sich in unseren
Werkstätten mit Steindruck und Keramik aktiv zu beschäftigen und so selbst künstlerisch tätig zu werden.

Falls ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei seid: Warum und mit welcher Kunst- und Kulturaktion seid ihr dabei?

Wir beteiligen uns am Themenjahr „WasserKunst“, weil unser Kunsthaus mit seinen Werkstätten, dem Museum, der Galerie und dem Galeriecafé direkt an der Sormitz liegt und somit auf einem „Wassergrundstück“ verortet ist. Diese Lage nehmen wir zum Anlass, auf die Gefahren von Wasser im Kontext von Klima und Krieg aufmerksam zu machen. Konkret gestalten wir verschiedene
Aktionen im Rahmen des Themenjahres „WasserKunst“:

So findet „Musik nahe an/am Bach“ statt, bei der Schüler der Musikschule Bad Lobenstein im Rahmen der Thüringer Bachtage während der langen Nacht der Hausmusik musizieren. Mit der Kunstaktion „Wurzbach: U-Boot aufgetaucht!“ setzt der Künstler Michael Fischer-Art ein besonderes Zeichen in der Sormitz am Bunten Turm von Wurzbach. Zudem laden wir im Literaturcafé zur Lesung „Zwei Wassertropfen auf Reisen“ ein, bei der die Autorin Irene Zoch aus ihrem neuesten Kinderbuch liest.

Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?

Wir stellen uns eine vernetzte Kultur in Saale-Orla so vor, dass die Bevölkerung möglichst unkompliziert Zugang zu allen relevanten Informationen erhält. Besonders wichtig erscheinen uns regelmäßige Treffen der Kulturakteure, da sie nicht nur den Austausch fördern, sondern auch das
Miteinander und die gegenseitige Unterstützung stärken. So kann eine lebendige, vielfältige und solidarische Kulturlandschaft entstehen, die von den Menschen in der Region getragen wird.

Bärbel und Christian Müller, Kunsthaus Müller, 29. September 2025. Foto: Steffen Walther 3
Bärbel Müller, Galeristin, Kunsthaus Müller, 29. September 2025. Foto: Steffen Walther 2
Christian Müller, Steindruckmeister, Kunsthaus Müller, 29. September 2025. Foto: Steffen Walther 1
Bärbel und Christian Müller, Kunsthaus Müller, 29. September 2025. Foto: Steffen Walther 3
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