Kulturstube, Pößneck

Was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt euch besonders am Herzen?

Uns liegt besonders die Gemäldesammlung des bedeutenden Pastellmalers Franz Huth aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts am Herzen. Vor allem die Erhaltung und öffentliche Präsentation ist unser zentrales Anliegen. Dieses Engagement besitzt nicht nur regionale Bedeutung, sondern stellt auch einen wichtigen touristischen Faktor dar. Gleichzeitig möchten wir dazu beitragen, dass der Ehrenbürger Franz Huth die verdiente Würdigung seiner überregional bedeutenden künstlerischen Leistung erhält.

Wie tragt ihr zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzählt uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.

Wir engagieren uns als private Initiative in vielfältiger Weise für das kulturelle Leben in Pößneck. Dabei arbeiten wir eng mit Vereinen, regionalen Künstlern sowie der Stadt zusammen.

Wir organisieren unterschiedlichste Veranstaltungen wie die Fête de la Musique in Pößneck, Sonderausstellungen im Museum und musikalisch-literarische Programme an verschiedenen Orten.

In unserer Kulturstube veranstalten wir künstlerische und heimatgeschichtliche Vorträge und stellen die Räumlichkeiten für gesellschaftliche Zusammenkünfte zur Verfügung. Zudem führen wir gemeinsam mit der Stadt jährlich die beliebten Adventskalenderlesungen durch.

Darüber hinaus ist Marion im Heimatverein aktiv und engagiert sich als zertifizierte Stadtführerin.

Falls ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei seid: Warum und mit welcher Kunst- und Kulturaktion seid ihr dabei?

Wir möchten das Themenjahr nutzen, um durch geeignete Veranstaltungen noch mehr Interesse an der Erhaltung einer vielfältigen Kulturszene zu wecken, da ohne engagierte Kulturakteure eine angemessene Finanzierung von Kunst und Kultur zunehmend schwieriger wird.

Geplant ist unsere Beteiligung mit zwei ausgewählten Veranstaltungen, bei denen das Thema Wasser als zentrales Element aufgegriffen wird. Dazu zählen ein Straßenmusikfest im Rahmen der Fête de la Musique mit der Einweihung von Trinkbrunnen in der Fußgängerzone sowie die Veranstaltung „Wasserkunst trifft Musik“, ein heimatgeschichtlicher Vortrag zur Wasserversorgung durch Brunnen mit musikalischer Umrahmung.

Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?

Für eine besser vernetzte Kulturlandschaft in Saale-Orla wünschen wir uns die Bereitstellung einer gemeinsamen Plattform für alle kulturellen Veranstaltungen der Region.

Darüber hinaus halten wir eine fachübergreifende Interessengemeinschaft verschiedener Kunst- und Kulturrichtungen für sinnvoll, ebenso wie einen regelmäßigen Austausch und Beratungen unter den Akteuren, um auch konkrete Finanzierungslösungen zu entwickeln.

Wichtig ist uns außerdem die feste Einbindung der zuständigen Amtsträger in den Gemeinden und Städten.

Marion und Thomas Pfeffer, Kulturstube, Pößneck, 27. Oktober 2025. Foto: Steffen Walther 1
Marion und Thomas Pfeffer, Kulturstube, Pößneck, 27. Oktober 2025. Foto: Steffen Walther 3
Marion und Thomas Pfeffer, Kulturstube, Pößneck, 27. Oktober 2025. Foto: Steffen Walther 2
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