Detlef und Marina Wolf, die Besitzer der Mittelmühle in Oberkoskau, engagieren sich für die Bewahrung des regionalen Brauchtums, indem sie die Geschichte durch Konzerte, Ausstellungen und den Erhalt der historischen Mittelmühle bereichern. Wir haben die beiden besucht und ihr Grundstück besichtigt.
Was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt euch besonders am Herzen?
Uns liegt besonders die Pflege und Bewahrung des thüringischen und vogtländischen Brauchtums am Herzen – dazu gehören Sprache, Musik, Handwerk und die lebendige Erinnerung an unsere regionale Geschichte. Wir möchten diese kulturellen Schätze erhalten, weitergeben und für Jung und Alt erlebbar machen.
Wie tragt ihr mit eurem Verein zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzählt uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.
Wir organisieren Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen, die Menschen zusammenbringen und unsere Heimatgeschichte lebendig machen. Außerdem pflegen wir Wanderwege, verschönern das Ortsbild und bewahren die Mittelmühle als historischen Ort, der Kultur und Gemeinschaft verbindet.
Falls ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei seid: Warum und mit welcher Kunst- und Kulturaktion seid ihr dabei?
Wir nehmen an dem Themenjahr mit zwei Veranstaltungen teil:
Zum einen mit einer Komposition von Henry Schneider (Stelzenfestspiele) zum Thema Wasser, die mit Akteuren der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster aufgeführt wird. Und zum anderen mit „Stories & Songs“ von den Brüdern Andreas und Hubert Schirneck.

Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?
Wir wünschen uns, dass Vereine, Kulturschaffende und engagierte Menschen enger zusammenarbeiten, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Gemeinsam können wir Veranstaltungen, Projekte und Ideen entwickeln, die über einzelne Orte hinauswirken, Traditionen verbinden und neue Impulse setzen. So entsteht eine lebendige Kulturlandschaft, die Vielfalt zeigt und Menschen aus der ganzen Region einlädt, mitzumachen.
