Die Gruppe Eulenspiegel steht für handgemachte Musik mit Herz, Humor und historischem Klang. Die Mitglieder erzählen uns, wie sie mit Drehleier, Laute und Co. eine lebendige Brücke zwischen Mittelalter und Moderne schlagen.
Die Mitglieder sind:
Was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt euch besonders am Herzen?
Uns liegt besonders die handgemachte Musik am Herzen – Musik, die echt, greifbar und unmittelbar erlebbar ist. In einer Zeit, in der vieles digital oder synthetisch klingt, möchten wir mit historischen Instrumenten wie Drehleier, Krummhörnern, Laute und Rahmentrommel zeigen, wie lebendig und kraftvoll Klänge vergangener Jahrhunderte sein können.
Dabei geht es uns nicht um reine Geschichtspflege, sondern um lebendige Kulturarbeit: Wir interpretieren alte Lieder und Melodien neu, bringen sie in einen frischen, manchmal frechen Zusammenhang und lassen sie mit unserem eigenen Humor und Spielwitz aufblühen. Das Ergebnis ist Musik, die gleichermaßen Tradition bewahrt und neu belebt – ein Brückenschlag zwischen Mittelalter und Moderne.
Unsere Konzerte sind Begegnungen: zwischen Publikum und Musik, zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen Ernst und Schalk. Wer Lust auf handgemachte Folkmusik mit Historienklang, instrumentaler Vielfalt und einem gehörigen Augenzwinkern hat, ist bei Eulenspiegel genau richtig. Denn wir glauben, dass Kunst vor allem dann berührt, wenn sie ehrlich, menschlich und mit Freude gemacht wird.
Wie tragt ihr zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzählt uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.
Als Kulturbotschafter der Stadt Neustadt an der Orla begleiten wir viele kulturelle Höhepunkte in unserer Stadt und dem Landkreis. Wir führen unsere Programme aber auch in ganz Thüringen und darüber hinaus auf.
Falls ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei seid: Warum und mit welcher Kunst- und Kulturaktion seid ihr dabei?
Die Gruppe Eulenspiegel nähert sich dem Thema „WasserKunst“ auf ihre ganz eigene Art: schelmisch und immer mit einem Augenzwinkern. Volkslieder müssen bewahrt werden und deshalb erarbeitet Eulenspiegel gleich ein ganzes Programm. Mitsingen ist durchaus erlaubt, ist sogar erwünscht!
Das Besondere: Wir interpretieren diese Lieder auf mittelalterlichen Instrumenten wie Drehleier, Krummhorn, Laute und Rahmentrommel – und verleihen ihnen dadurch einen völlig neuen, authentischen und zugleich überraschend frischen Klang. So entstehen musikalische Bilder, die das Publikum auf eine kleine Zeitreise mitnehmen, während bekannte Melodien in neuem, historischem Gewand erklingen.
Wie immer bei Eulenspiegel gilt: Mitsingen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Gemeinsam mit dem Publikum lassen wir alte Lieder neu lebendig werden – eine Verbindung von Tradition, Humor und handgemachter Klangkunst rund um das Element Wasser.
Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?
Wir als Kulturschaffende sind in unserer Stadt schon sehr gut vernetzt. Wir könnten uns vorstellen, auch mit anderen Städten und Gemeinden zusammenzuarbeiten. Eine digitale Plattform ist ein sehr guter Schritt zu mehr Reichweite.
Sehr wichtig und noch gar nicht so betrachtet, ist die außerschulische kulturelle Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im Landkreis. Ein konkretes Beispiel wäre ein Angebot zur Förderung von Schülerbands außerhalb von Musikschulen. Es gibt kaum noch jüngere Musikgruppen in unserem Landkreis. Das macht uns Sorgen.
