Im Christo-Atelier versteht man Kunst vor allem als inklusives und verbindendes Element, das Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringt und ihnen Raum für kreativen Ausdruck bietet. In Kursen, Workshops und im freien Atelier entsteht ein offenes Umfeld, in dem insbesondere die Aquarellmalerei neue Zugänge zur eigenen Kreativität eröffnet. Wir haben die Leiterin, Kerstin Kluge, besucht.
Was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt euch besonders am Herzen?
Uns liegt der gemeinschaftliche und inklusive Aspekt von Kunst besonders am Herzen. Kunst ist für uns nicht nur Ausdruck von Kreativität, sondern vor allem ein verbindendes Element. Sie bringt Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebenswegen zusammen. Im Atelier können sie ihre Ideen umsetzen und verschiedene kreative Ausdrucksformen erproben.
Besonders die Malerei mit Wasserfarben öffnet durch ihre Leichtigkeit und Vielfalt die Möglichkeit, auf eigene Art kreativ zu werden und neue Potenziale zu entdecken.
Wie tragt ihr zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzähle uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.
Wir bringen in der Region Menschen jeden Alters durch Kunst zusammen. In unseren Kursen und Workshops entsteht ein offenes, kreatives Umfeld, in dem Unterschiedlichkeit als Bereicherung sichtbar wird. Teilnehmende können hier Gemeinschaft erleben, kreative Techniken ausprobieren oder eigene Ideen im freien Atelier umsetzen.
Die entstandenen Werke zeigen wir teilweise öffentlich, sodass Kunst und Teilhabe in der Region sichtbar werden.

Falls ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei seid: Warum und mit welcher Kunst- und Kulturaktion seid ihr dabei?
Wir beteiligen uns mit dem Projekt „Wasser in Farbe – Aquarell trifft Natur“. Wasser ist dabei nicht nur Grundlage der Maltechnik, sondern auch Inspiration. Wir lassen uns von den Wasserlandschaften im Saale-Orla-Kreis inspirieren, von Bachläufen, Stauseen und Feuchtgebieten. Gemeinsam entdecken wir Wasser als Lebensraum, Naturkraft und als künstlerische Quelle.
Geplant sind zwei Kurse mit je 8-10 Teilnehmern, in deren Anschluss die Kunstwerke in einer Ausstellung besichtigt werden können. Durch gemeinsames Malen im Atelier und eventuell direkt in der Natur, verbinden wir das Themenjahr „WasserKunst“ mit gelebter Inklusion.
Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?
Wir wünschen uns eine Kultur, die allen Menschen offensteht und verbindet. Wenn Künstler, Vereine und Einrichtungen zusammenarbeiten, können Ideen geteilt werden, Ressourcen gemeinsam genutzt und kreative Prozesse für mehr Menschen zugänglich gemacht werden. So wird die Saale-Orla-Region kulturell gestärkt, Kunst sichtbar gemacht und das Miteinander gefördert.
