Der Konzertchor cantamus deo und sein Chorleiter und Gründer, Stefan Kothner, engagieren sich mit großer Leidenschaft für die Pflege und Weiterentwicklung geistlicher Musik. Der Chor verbindet Menschen aus der Region durch die gemeinsame Freude am Singen. Wir haben Stefan in der Stadtkirche in Schleiz getroffen.
Was für eine Facette von Kunst und Kultur liegt euch besonders am Herzen?
Unser Chor cantamus deo ist ein Konzertchor, der 1999 von Stefan Kothner in Schleiz gegründet wurde. Wir verstehen uns als konfessionsübergreifende Chorgemeinschaft, in der junge und jung gebliebene Sängerinnen und Sänger gemeinsam musizieren. In den intensiven Proben im vierzehntägigen Rhythmus erarbeiten wir meist zwei Konzerte pro Jahr. Von Anfang an liegt ein Schwerpunkt auf der Erarbeitung geistlicher Chormusik des Barock und der Romantik aber auch zeitgenössischer Komponisten wie John Rutter oder Colin Mawby.
Wie tragt ihr zum kulturellen Leben vor Ort bei? Erzählt uns von eurer Arbeit und Tätigkeit.
Der Chor cantamus deo wurde in Schleiz gegründet. Die Sängerinnen und Sänger sind in Schleiz sowie den umliegenden Ortschaften beheimatet, jedoch ist dies keine Voraussetzung, um im Chor mitzusingen. In Schleiz hat geistliche Kirchenmusik eine besondere Tradition. Vor über 300 Jahren war zum Beispiel Johann Sebastian Bach einige Tage zu Gast in Schleiz und musizierte im damaligen Schloss der Stadt. Durch unsere Musik und unsere Projekte in Schleiz und Umgebung möchten wir diese alten Traditionen fortsetzen und das kulturelle Leben in unserer Region bereichern und die Menschen dafür begeistern.
Dabei liegt es uns auch besonders am Herzen, bei unseren Konzerten, Musiker aus unserer Region einzubeziehen sowie die Kirchen unserer Heimatregion in ihrer Vielfältigkeit als Veranstaltungsorte zu nutzen und mit Leben zu füllen.

Falls ihr beim Themenjahr „WasserKunst“ dabei seid: Warum und mit welcher Kunst- und Kulturaktion bist du/seid ihr dabei?
Wasser gilt als Quelle des Lebens und nimmt damit in vielen religiösen Traditionen, wie auch in geistlichen Musikwerken eine zentrale Stelle ein. Aquam vivam – lebendiges Wasser ist das zentrale Thema unseres geplanten Konzertes für Chor und Orchester. Es werden geistliche Werke aus mehreren Jahrhunderten erarbeitet und im Konzert erklingen. Das Konzert wird am Samstag, den 26. September 2026 um 17.00 Uhr in der Kirche St. Jodokus in Rödersdorf zu Gehör gebracht.
Wie stellt ihr euch eine miteinander vernetzte Kultur in Saale-Orla vor, in der man gemeinsam gestaltet?
Unsere Kulturlandschaft im Raum Saale-Orla ist äußerst vielfältig und es ist immer wieder erschreckend, wie wenig die Menschen davon wissen und erfahren. Eine gute Vernetzung bedeutet einerseits eine verbesserte Öffentlichkeitswirkung, aber andererseits auch eine Bereicherung durch gegenseitiges Interesse vieler verschiedener Akteure. Ebenso bietet eine gute Vernetzung eine Chance für neue Ideen, Kooperationen und gemeinsame Aktionen und Ziele, welche unsere Region erheblich bereichern und kulturell voranbringen könnte.
